Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.
Matthäus 16,24

Stell dir vor, du bist auf der Königstr. in Stuttgart und sprichst dort Menschen an mit der Frage: Wer ist Jesus Christus?

Was würden die Menschen antworten? Weiß ich nicht, im Reli Unterricht habe ich davon mal was gehört, er ist ein Revolutionär, er war ein Wanderprediger, Jesus tat Wunder, Jesus ist für die Außenseiter in der Gesellschaft eingetreten usw.

Was wäre deine Antwort auf die Frage: Wer ist Jesus Christus?

Ist er Wunscherfüller, Gottes Sohn, mein Erlöser von Sünde und Schuld, mein Herr und Heiland…?

Jesus stellte diese Frage einmal seinen Jüngern und es ist wichtig, dass wir diese Frage persönlich beantworten können.

Nachfolge Jesu ist für uns Christen immer wieder eine Herausforderung. Jesus spricht in Matth. 16,24-26 dass seine Nachfolger sich selbst verleugnen, das Kreuz auf sich nehmen sollen, ihr Leben um Jesu willen verlieren um es zu gewinnen.

Das griechische Wort für Verleugnen heißt Aparneisthai und bedeutet: nein sagen, sich weigern, Widerstand leisten gegen die Tendenzen des Ego, alles haben zu wollen und nur für sich zu benützen. Jesus sagt uns, dass wahres Leben nicht nur darin besteht, alles an sich zu raffen und vor jeder Herausforderung davon zu laufen. Es heißt aber auch nicht, sich viele Härten auszusuchen um sich das Leben schwer zu machen. Wer wahres Leben will muss der inneren Stimme von Jesus folgen, bereit sein, sein Kreuz auf sich zu nehmen.

Das Kreuz ist ein Zeichen der Eindeutigkeit. Wir haben nicht nur Liebe sondern auch Hass und nicht nur Erfolge sondern auch Misserfolge. Beides annehmen, die schlechten und guten Seiten des Lebens und ja sagen zu dem was uns täglich durchkreuzt, auch wenn es gegen unsere eigenen Vorstellungen und Wünsche geht. Die Spur Jesus auf Irrwegen und Umwegen verfolgen führt zum wahren Leben.

Jesus lehnt unser Wohlergehen nicht ab, aber es ist nicht das Wichtigste.

Jesus sagt in Matth. 22,37 wir sollen Gott lieben, unseren Nächsten und uns selbst. Hier ist die Reihenfolge zu beachten.  

In dem Maße, wie wir uns Jesus öffnen, uns ihm zuwenden und uns von ihm lieben lassen, fließt seine ganze Liebe in unser Leben und erfüllt uns mit Freude, mit Glück, mit Frieden, mit Freundlichkeit gegen unsere Mitmenschen und uns selbst. Und es wird für uns ein Bedürfnis sein Gott zu lieben, zu loben, zu dienen mit all unserer Kraft, mit unserem Herzen, mit unserer Seele und unseren Nächsten - weil auch wir von Gott geliebt sind.

Gottes Liebe in uns aufnehmen und seinen Willen zu erkennen und zu tun ist täglich eine Herausforderung – aber es lohnt sich.

Ihre/Eure   Lore

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