Liebe Gemeinde, liebe Gemeinschaft,

neulich sprang mir ein Unterschied in die Augen, der mich persönlich traf und mich dann umso mehr staunen ließ. Das sind wir Menschen — oder konkreter gesagt, das bin ich. Wir fühlen uns oft so stark und toll, dass wir denken, wir brauchen Gott nicht. Natürlich gehören wir nicht zu denjenigen, die das so oft aussprechen, aber wie sieht es mit unserem Handeln aus? Geht nicht so mancher Tag vorbei, an dem wir kaum an Gott denken? An dem wir ignorieren, dass er alles in der Hand hat und nicht wir? „Das kann ich gut, das schaffe ich locker“, ist zumindest bei mir unterbewusst oft das Motto. Wir denken, wir brauchen Gott nicht, dabei brauchen wir ihn in jeder Sekunde unseres Lebens. Ohne ihn geht absolut gar nichts. Er bestimmt, ob wir — egal wie alt — morgen früh nochmal aufwachen und was gelingt.

Und dann ist da Gott. Er braucht uns eigentlich überhaupt nicht. Er hatte schon Gemeinschaft, bevor Adam geschaffen wurde. Und er kann auch alles selbst tun. Ja, wirklich alles. Er hat jede Menge Engel zur Verfügung, die sämtliche Aufträge in Perfektion ausführen könnten. Er könnte auch zu allen Menschen auf übernatürliche Weise reden und ihnen klarmachen, dass es ihn gibt. Überhaupt kein Problem. Und obwohl Gott uns Menschen überhaupt nicht braucht, will er uns gebrauchen. Was für ein Unterschied! Und obwohl wir so handeln, als bräuchten wir ihn nicht, wendet er sich uns trotzdem zu. Warum? Aus Liebe. „Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben — wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“, lesen wir in einem der großartigsten Kapitel in der Bibel - in Römer 8 im Vers 32. Er will uns nicht nur gebrauchen, sondern er will uns alles schenken. Schenken impliziert, dass er es freiwillig tut. Da kann es gar keine Gegenleistung dazu geben.

Was heißt das für unseren Alltag konkret? Wie kann mich Gott am besten gebrauchen und mir alles schenken? Natürlich indem ich ihm die großen Entscheidungen im Leben hinlege, aber auch jeden einzelnen Tag. Und ihn um Kraft, Weisheit und Führung für diesen Tag und alle Herausforderungen bitte. Nicht für morgen oder übermorgen, sondern für heute. Und am Ende „Danke“ sage für alle Geschenke dieses Tages.

Es grüßt euch Tobias Haberstroh