"Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch." 1. Thess. 5, 16-18

Diese Verse gehören zu meinen Lieblingsstellen in der Bibel. So simpel, prägnant und unmissverständlich. Was ist der Wille Gottes? Fröhlich sein, beten und dankbar sein! Ist ja eigentlich gar nicht so schwer. Aber Halt… da stehen ja noch diese drei zusätzlichen Begriffe: allezeit, ohne Unterlass und in allen Dingen. Und da fängt es meistens an, schwierig zu werden.

Dankbar in allen(?!) Dingen.
Am Sonntag, den 6. Oktober dürfen wir wieder Erntedankfest feiern und auf reich gedeckte Tische blicken. Da fällt es leicht, Gott zu danken!

Aber was ist mit den schlechten Situationen, die wir manchmal aufgetischt bekommen? Was ist mit den bitteren Dingen, die wir gerade schlucken müssen? Wie sollen wir für diese denn dankbar sein können? Wäre das nicht geheuchelt? 

Von Hiob durften wir lernen, dass es in Ordnung und sogar gut ist, ehrlich bei Gott zu klagen. Wer denkt, im Leben aus sauren Zitronen immer süße Limonade machen zu können, der sollte aus seiner Hollywood-Fantasie-Welt aufwachen. Tragische Umstände, schwierige Herausforderungen oder einfach ein richtig mieser Tag. Da ist uns nicht nach "Danke" sagen.

Dankbar sein, heißt dann jedoch nicht, sich einfach zu sagen, dass es den armen Kindern in Afrika ja noch schlechter geht. Auch nicht, sich einfach immer wieder zu sagen, dass die Dinge ja noch viel schlimmer sein könnten. Unsere Dankbarkeit sollte niemals auf unseren Umständen basieren. Sondern auf einer Person. Jesus

Die Antwort auf unser Leid sind nicht bessere Umstände. Sondern Gott selbst. Weil wir mit IHM Gemeinschaft haben dürfen und ER bei uns ist alle Tage bis ans Ende der Welt! Deswegen dürfen wir eine tiefe innere Dankbarkeit in allen Dingen haben. Und zwar wirklich in allen! 

Bist Du dankbar?

Doro Kuhs