Liebe Gemeinde, liebe Gemeinschaft,

warum lässt Gott das zu? Warum verhindert er nicht den Krieg in der Ukraine? Warum leiden so viele Menschen und warum gibt es so viel Not auf der Welt? Warum greift Gott nicht ein und heilt Kranke? Warum?

Diese quälende Ein-Wort-Frage stellt sich wohl jeder immer wieder im Verlauf seines Lebens. Mal mehr, mal weniger. Dieses bohrende „Warum?“ treibt uns manchmal an den Rande der Verzweiflung. An den Abgrund, wo unser Gottvertrauen nicht mehr zu halten scheint.

Ich wage nun nicht, in diesen wenigen Zeilen mich an den Versuch einer Antwort zu machen. Ich glaube nicht einmal, dass es wirklich eine zufriedenstellende Antwort in dieser Welt auf diese Frage gibt. (Auch wenn man viele gute Bücher und auf Youtube viele gute Videos findet, die genau auf diese Frage eingehen! Es lohnt sich da mal reinzuschauen, wenn einen diese Frage beschäftigt.)

Aber ich möchte mich heute fragen, was dieses „Warum?“ mit mir und meiner Beziehung zu Gott macht. Diesem Gott, der gut sein soll und mich unendlich liebhaben soll. Dieser Gott, der die ganze Welt im Blick hat, alles weiß und alles tun könnte. Ist nun einfach blindes, kopfloses Vertrauen gefragt?

Nein! Ich darf und soll diese Frage stellen an den, der schon alles getan hat! An den, der in diesem „Warum?“ mitleidet, weil er selbst Schmerz und Leid, Verfolgung und Tod, Ungerechtigkeit und Unterdrückung erfahren hat.

Er hat einmal alles „sehr gut“ gemacht und er wird es wieder tun und wir werden mit ihm an einem Ort ohne Leid und ohne Tränen und ohne Schmerzen sein. Er ist diese Klammer um unser Leben und um unsere ganze Menschheit. Und deswegen möchte ich in all meinem Fragen und Un-Verstehen ihm vertrauen und diesen Weg gemeinsam mit Gott gehen. Bis dass er wieder kommt.

Eure Doro Kuhs