"Aber das alles geschah, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten zu neuem Leben erweckt."

Liebe Gemeinde, liebe Gemeinschaft,

die vergangenen Monate haben uns alle sehr herausgefordert. Eine für viele von uns nie dagewesene Situation hat das ganze Leben über Wochen verändert. Die Welt stand Kopf. Das hat zu Sorgen, Ängsten, Einsamkeit und Leid geführt.

Paulus kennt das. Er hat auch oft schwere Zeiten erlebt. Einmal war er in der Provinz Asien und die Not erdrückte ihn über alles Maß. Die Kraft war erschöpft. Und dann schreibt er in 2. Korinther 1,9-11: „Wir kamen uns vor, als wäre das Todesurteil über uns gesprochen worden. Aber das alles geschah, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten zu neuem Leben erweckt. Er hat uns vor dem sicheren Tod gerettet und wird uns auch weiterhin retten. Ja, wir haben unsere Hoffnung auf ihn gesetzt ´und sind überzeugt`, dass er uns auch in Zukunft retten wird.“

Not lehrt beten sagt man. Oder Not lehrt das Vertrauen, unseren Fokus, auf Gott zu setzen, wie Paulus hier schreibt. Auf den Gott, von dem wir wissen, dass er alles sieht und uns ganz genau kennt. Auf den Gott, der niemals ohnmächtig einer Situation ausgeliefert ist, sondern die Toten zu neuem Leben erwecken kann. Auf den Gott, der uns mehrfach bewiesen hat, dass er für uns ist und damit nicht aufhören wird: Denn er ist unendlich treu und unverdient freundlich.

Bei all den Herausforderungen durch Corona hoffe ich, dass es Ihnen geholfen hat, den Blick auf unseren großartigen Gott zu richten. Und in den kommenden – in Deutschland hoffentlich friedlichen Sommertagen – wünsche ich Ihnen, dass Ihr Blick genau da bleibt und Sie sich freuen an dem Guten, was Gott schenkt. Dass Sie aber auch treu beten für die Menschen weltweit, die noch immer unter der Pandemie leiden: Auf dass sie es schaffen ihren Blick Gott zuzuwenden und von ihm Rettung erfahren – in diesem und für das ewige Leben.

Seid herzlich gegrüßt,
Dominic Schikor