„Ein Mensch kann nichts nehmen,
wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben wird.“ – Joh 3,27.

Kann der Mensch wirklich nichts selbst nehmen? Oftmals scheint es doch genau andersherum: Eine Gabe vom Himmel? Brauchen wir nicht! Jeden Bereich können wir selbst verantworten…

Ansehen? Streng dich an! Wohlstand? Arbeite hart! Gesundheit? Ernähre dich gut. Alles ist in deiner Hand. Wer braucht da noch Gott!?

Der Text aus Joh 3,27 setzt einen klaren Kontrast: Ein Mensch kann NICHTS allein nehmen. Klar geht es hier erstmal nur um die Position und Vollmacht die Jesus von Gott bekommen hat. Gesamtbiblisch dürfen wir das aber erweitern. ALLE guten Gaben, ALLES was wir haben, kommt von Gott: Status, Arbeitskraft, Gesundheit, Geld oder Zeit.  ALLES verdanken wir ihm (vgl. Jak 1,17).

Was bedeutet das für dich?
Vielleicht könntest du ihm danken?
Könnte Gott vielleicht mehr den Umgang mit seinen Gaben bestimmen?
Vielleicht könntest du auch mal wieder empfangen bevor du eifrig weitergibst?

Mir ist die letzte Sache besonders aufgegangen:
Ich gehe in den Tag mit leeren Händen, wenn Gott sie nicht füllt.
Wenn Gott sie nicht füllt, habe ich wirklich NICHTS zu geben.
Nicht in meiner Familie, nicht in meiner Arbeit, nirgends.
Aber genau das will ich doch – so großzügig wie Gott es tut!

Ich merke mir also:
Bevor ich geben kann,
muss ich zuerst von Gott empfangen.
Das ist nicht eine Art unter vielen, sondern die Einzige.

Und wenn ich das, was ich habe, nicht gerne gebe?
Dann will ich Gott bitten, dass er mir zeigt,
dass ich ALLES ihm verdanke.  
Denn ich glaube: Dann würde ich großzügig geben, wie Gott es tut.

Wäre es nicht schön, wenn wir dafür bekannt wären?

Dominic Schikor